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Berlinfahrt 2017

Vom Härtsfeld in die Metropole

 „Schaut auf diese Stadt!“ – 48 Neuntklässler des Ernst-Abbe-Gymnasiums folgten während eines mehrtägigen Berlinaufenthalts den Worten Ernst Reuters und entdeckten Deutsche Geschichte und Gegenwart in der Hauptstadt.

Eine Berlinfahrt gehört längst zum Standardprogramm der Oberkochener. Der Gymnasiallehrer Richard Burger organisierte die Fahrt bereits zum 17. Mal und ersetzt deshalb gerne auch mal den Stadtführer. Ein Höhepunkt für die Schüler war der Besuch des Berliner Rathauses auf Einladung von Claudia Sünder, der Pressesprecherin des Berliner Bürgermeisters. Dort durften sie nicht nur einen selten gewährten Blick ins Amtszimmer des Stadtoberhauptes Michael Müller werfen, sondern erfuhren auch, dass in Claudia Sünders Büro der DfB-Pokal vor dem Finale aufbewahrt wird, was vor allem die Jungs begeisterte.

Für die 2002 geborenen Neuner sind viele Monumente dieser Stadt Relikte einer fernen Vergangenheit. Die Gedächtniskirche Berlin brachten sie zunächst eher mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Verbindung als mit der Bombardierung Berlins. Der Besuch zahlreicher Gedenkstätten knüpfte das Band zur eigenen Geschichte. So berichtete der Zeitzeuge Jürgen Breitbart mit sichtlicher Erschütterung von seinem Aufenthalt im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, während ein Teil der Schüler mit ihm in seiner ehemaligen Zelle stand. Eine Fotowand an der Mauer-Gedenkstätte „Bernauer Straße“ erzählte Schicksale zahlloser gescheiterter Fluchtversuche.

Die neueren Symbole der Demokratie, vom Reichstag bis zum Bundesrat, spannten dann den Bogen ins Heute. In Rollenspielen und Quizfragen erarbeiteten sich die jungen Bürger ihre Hauptstadt, erlebten Abläufe eines demokratischen Staates und Höhepunkte einer wechselvollen Geschichte.

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