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Bericht über den Ernst-Abbe-Wettstreit 2019 in Jena

Die Geschichte der seit 1946 in Oberkochen ansässigen Firma Carl Zeiss ist untrennbar mit dem Patron des Oberkochener Gymnasiums, Ernst Abbe, verbunden. Ernst Abbes unternehmerischer Geist und sein soziales Engagement für die Arbeiter der Firma Carl Zeiss lebt bis heute beispielhaft in der 1992 gegründeten Ernst-Abbe-Stiftung fort.
Nicht verwunderlich, dass neben dem Ernst-Abbe-Gymnasium Oberkochen eine Reihe weiterer Bildungseinrichtungen in und um seinen Geburtsort Eisenach und seinem Hauptwirkungsort Jena seinen Namen tragen.

Anlässlich des Geburtstags von Ernst Abbe fand in diesem Jahr der 13. Ernst-Abbe-Wettstreit statt – eine Schülerzusammenkunft von jeweils vier Schülern der jeweiligen Schulen, die nach Ernst Abbe benannt sind. Ziel sind der Austausch und die Lösung wissenschaftlicher Aufgaben, wie man sie vorwiegend aus dem Schulunterricht kennt.

Die Schüler des EAG Oberkochen brachen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Fick am Freitagmorgen auf und kamen gegen 10:15 Uhr im EAG der Stadt Jena an. Dort lernte man die Schüler aus Eisenach und Jena kennen, später auch die Schüler des Carl-Zeiss-Gymnasiums Jena.
Nach dem Mittagessen mit den Gastschülern, bei denen man übernachten würde, fand der Wettstreit mit Aufgaben aus den Bereichen Chemie, Physik und Biologie statt. So wurden zum Beispiel chemische Nährstoffnachweise durchgeführt und Reaktionstypen erkannt, Aufgaben aus der Strahlenoptik, wie Grenzwinkelbestimmung oder rechnerische und grafische Linsenkonstruktionen, vollzogen oder biochemische Prozesse im menschlichen Körper und in Pflanzen beschrieben.

Die Teams setzten sich aus Schülern der unterschiedlichen Schulen zusammen, so dass man sich untereinander näher kennenlernen konnte. Das Gesamtergebnis präsentierte eine enorme Wissensvielfalt an Ideen, die unter anderem die individuellen Talente der Teammitglieder offenbarte.

Nach dem Wettbewerb gab es eine Stärkung bei Kaffee und Kuchen. Danach fuhren die Gruppen ins Jenaer Stattzentrum zur Besichtigung des Instituts für Organische und Makromolekulare Chemie. Im Anschluss an die Besichtigung der Synthese- und Analyse-Labore hielt Herr Prof. Dr. Hans-Dieter Arndt, der Leiter des Instituts, einen Vortrag über die Anwendung von Polymeren und langen Molekülketten in der zukünftigen Medizin.

Anschließend verbrachten die Schüler Zeit mit ihren Gastgebern, die Oberkochener Schüler zum Beispiel im Buchladen zum Entspannen. Das Abendessen wurde bei interessanten Diskussionen im Gasthaus „Zur Noll“ eingenommen.

Am nächsten Morgen traf sich die Gruppe im Ernst-Abbe-Gymnasium Jena anlässlich des Vortrags von Herrn Dr. Rüddel, Arzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin im Universitätsklinikum Jena. Die Präsentation erörterte medizinische Methoden im Spezialbereich „Sepsis“, wofür die Jenaer Universität unter anderem als Wissenschaftsstandort weltbekannt ist.

Nach dem hochinformativen naturwissenschaftlichen Vortrag, der durchaus den einen oder anderen bewogen haben könnte, sich der Forschung in diesem Bereich zuzuwenden, fand die Preisverleihung des Wettstreits statt. Es ging jedoch weniger um das Konkurrenzdenken als vor allem um die Ideen neuer gemeinsamer Projekte aller Teilnehmer.

Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen und einem guten Stück Kuchen fuhren die Teilnehmer nach Hause.

Die Zeit in Jena war als Begegnung und Austausch verschiedener Schulen unter dem Banner der Wissenschaft impulsgebend für alle Beteiligten und hätte sicherlich die Zustimmung des Forschers und Unternehmers Ernst Abbe gefunden.

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