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Schüleraustausch mit Dives-sur-Mer 2018

Der Schüleraustausch nach Dives-sur-Mer fand vom 20. bis 26. April statt. Zwölf Schülerinnen aus den Klassen 8 und 9 nahmen daran teil und wurden von ihrem Französischlehrer Herrn Peters sowie von Frau Engel begleitet.
Die Reise begann am Freitagmorgen um 5 Uhr am Aalener Bahnhof. Nach drei Stunden im TGV kündete am Gare de l’Est bei der Einfahrt des Zuges bereits ein Graffiti davon, was die Gruppe während ihrer Woche in Frankreich erwartet: „Grêve, Blocage, Sabotage“. Somit schlug am Gare St. Lazare der „grêve“ zu und der Zug nach Caen verließ den Bahnhof streikbedingt etwa 60 Minuten später.
Nach einer schönen Busfahrt entlang der Küste wurden die Schüler am Collège in Dives-sur-Mer von ihren französischen Familien in Empfang genommen. Es war der Auftakt zu einer einprägsamen und lehrreichen Woche.
Das Wochenende verbrachten die Schüler bei ihren Gastfamilien und verabredeten sich gemeinsam am Strand, um das schöne Wetter zu genießen.
Der Montag begann mit Unterricht und einer Führung durch das Collège „Paul Eluard“ und wurde mit einer Rallye durch Dives fortgesetzt. Am Abend folgte ein feierlicher Empfang im Rathaus durch den Bürgermeister und die Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins. Nach einer kurzen Ansprache durch den Bürgermeister durften sich die Schüler sich am leckeren Buffet bedienen.
Am Dienstag besichtigten die deutschen Schüler gemeinsam mit den französischen Schülern Caen. Die Schüler erfuhren viel über die Geschichte der Normandie, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit von Guillaume le Conquérant (Wilhelm dem Eroberer, 11. Jh.) lag, welcher in Caen seinen Herrschersitz hatte und der später von Dives aufbrach, um England zu erobern. Einen weiteren Schwerpunkt stellte das Jahr 1944 dar, welches mit der Landung der Alliierten am 6. Juni einschneidende Bedeutung für die Normandie und Caen hatte. Caen wurde im Zweiten Weltkrieg zu 70 % durch alliierte Bomben zerstört. Die Schüler hatten danach Zeit, gemeinsam mit ihren französischen Partnern die Stadt zu erkunden.
Mit der Besichtigung der Landungsstrände sowie eines amerikanischen und eines deutschen Soldatenfriedhofs wurde das Jahr 1944 auch am Folgetag thematisch wieder aufgegriffen. Die Schüler erfuhren fachlich fundierte Fakten, die die geschichtliche Bedeutung der Landungsstrände und des Geschehens dieser Tage im Juni 1944 illustrierten. Die teilweise gut erhaltenen Bunkeranlagen der Wehrmacht sowie der künstliche Hafen der Engländer in Arromanche vermittelten den Schülerinnen einen lebendigen und bleibenden Eindruck.
Am Donnerstag, dem Abreisetag, konnte die Heimreise nach Oberkochen erst mit 60-minütiger Verspätung beginnen. Die allgemeine Verkehrslage tangierte zudem die Besichtigung von Paris, die sich auf das Quartier Montmartre, Sacré Cœur, den Eiffelturm sowie einen sehr kurzen Einkaufsbummel rund um das Centre Pompidou beschränken musste. Letztlich kamen alle Schüler und Lehrer nach Mitternacht in Aalen an. Die Müdigkeit schmälerte den Gesamteindruck der Reise jedoch keineswegs.

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